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Die Friedrichshain Entdecker

Mit Kai telefoniert und sich für die Audiotour verabredet, Bananen und Wasser eingepackt (die Erziehung funktioniert selbst aus 600 km Entfernung, von wegen starkes Geschlecht, Danke Schatz!!!) und dann ab in den Friedrichshain. Schon auf der Fahrt werden Erinnerungen lebendig, wie die Strasse vor unserem Haus gebebt hat, wenn die Panzer unserer ruhmreichen Volksarmee im Mai öffentlich mal zeigen konnten, dass sie trotz aller technischen Probleme in der Lage waren 1,5 km geradeaus zu fahren.Die Einschulung in der Polytechnischen Oberschule gleich gegenüber in der Palisadenstrasse.

Selbst dieser Drachen von erster Klassenlehrerin kommt mir wieder in den Sinn und ich höre leise ihre Stimme:"Wieland, hier spielt die Musik!" Kurz schütteln, um Frau Hirschberger wieder aus dem Kopf zu kriegen weiter gehts zum Cafe Sybille, dem Startpunkt unserer Audiotour.

Hinter dem Tresen herrscht eine leichte aber durchaus typische Hektik, dennoch werde ich sehr freundlich nach meinem Begehr gefragt und bekomme unsere Audioguides ausgehändigt.

Mittlerweile ist auch Mike eingetroffen, der sich noch spontan gemeldet hat und auch gleich zu unserem kleinen Rundflug "zwangsverpflichtet"wurde.

Entlang der ehemaligen Stalinallee finden wir dann toll gestaltete Hauseingänge und erfahren interessante Dinge über die Zeit des Wiederaufbaus in Ostberlin nach dem Krieg. Wir kommen an einer alten Feuerwache vorbei und lernen, dass Berlin die erste Berufsfeuerwehr n Deutschland hatte. Dann vorbei am ersten Wohnhochhaus von Ostberlin. Der schwarze Marmor im Sockelbereich stammt von der Villa des Hitler Palladins Herrmann Göring. Naja, hätte man auch schlechter verwenden können!

Immer wieder führt uns die Tour hinter die gewaltigen Wohnblöcke der Stalinallee und auch dort finden wir überraschendes. Eine alte Magarinefabrik mit 5 Hinterhöfen umringt von DDR Plattenbauten und den neuerdings so angeagten Townhouses entpuppt sich als echter Geheimtip.

Kurze Pause bei einem netten Italiener gegenüber vom Kino "Intimes", bei nur 60 Plätzen ist der Name wahrscheinlich Programm.

Ein Punk, mit der obligatorischen Sterni-Flascher in der Hand eilt vorbei und beäugt uns wie Touristen. Ich finde das lustig.

Dann weiter Richtung Boxi, entlang der Mainzer Strasse, die internationale Aufmerksamkeit erregte, als sich die gerade wiedervereinigte Polizei tagelange Strassenschlachten mit den Hausbesetzern lieferte. Bad News are good News denke ich so bei mir. 

Dann der Boxhagener Platz, der Boxi. Ach ja, da ist Samstag, Wochenmarkt auf dem Boxi und das seit über 100 Jahren. Wir hören gespannt die Geschichte von den Berliner Butterfrauen die aus Wut über die ständig gesteigerten Preise schließlich beginnen zu randalieren und dann nach Kreuzberg ziehen, um die dort ansässigen SPD Genossen ziemlich hart anzugehen. Schließlich sanken die Preise wieder und es wurde eine Preisobergrenze eingeführt.

Es ist erstaunlich, was man doch immer wieder an Neuem und Interessanten entdeckt, obwohl man doch hier geboren ist und fast seine ganze Jugend zugebracht hat.

Ziemlich beeindruckt und den Kopf voller Ideen für die neue Tour fahre ich nach Hause... 

Berlin ick liebe Dir!

 

 

 

31.3.13 11:35
 


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